Weiterer Absturz oder Rally im Bitcoin und vertagte Entscheidung im DAX
Im Fokus der aktuellen Handelswoche liegen erneut wichtige Wirtschaftsdaten rund um Inflation. Während die USA feiertagsbedingt zum Wochenstart zunächst als Impulsgeber ausfallen, rücken Europa, Großbritannien und der Devisenmarkt in den Vordergrund.
Konjunkturdaten im Fokus: Deutschland, EU und Großbritannien
Für Deutschland stehen in dieser Woche besonders die Verbraucherpreisdaten für Januar sowie die Konjunkturerwartungen für Februar im Mittelpunkt. Letztere zeigen einen deutlichen Anstieg von 59,6 auf 65,2 Punkte – ein klares Signal für wachsenden Optimismus. Sollte sich diese Stimmung bestätigen, könnte dies dem DAX kurzfristig zusätzlichen Rückenwind verleihen.
Am Mittwoch folgen die britischen Verbraucherpreise, bevor am Freitag mehrere wichtige Termine anstehen: Eine Rede von Christine Lagarde, sowie die Einkaufsmanagerindizes für Dienstleistungen und das verarbeitende Gewerbe in Deutschland. Während bei den Dienstleistungen ein Rückgang unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten erwartet wird, zeigt sich im verarbeitenden Gewerbe weiterhin eine moderate Erholung. Die Kombination dieser Daten dürfte direkten Einfluss auf die kurzfristige Entwicklung des DAX haben.
US-Inflationsdaten erhöhen Zinssenkungserwartungen
Rückblickend auf die vergangene Woche lieferten die US-Verbraucherpreise ein klares positives Signal für die Märkte. Auf Monatsbasis stieg die Inflation nur um 0,2 % statt der erwarteten 0,3 %, auf Jahresbasis fiel sie sogar auf 2,4 % und damit stärker als prognostiziert. Die Kerninflation entsprach mit 0,3 % den Erwartungen.
Diese Daten haben die Zinssenkungserwartungen deutlich gestützt. Die Wahrscheinlichkeit für eine erste Zinssenkung im Sommer ist gestiegen, wenngleich weiterhin Vorsicht geboten bleibt. Bis zu einer finalen Entscheidung ist noch ausreichend Zeit, und die Märkte reagieren sensibel auf jede neue Datenveröffentlichung.
DAX: Entscheidung an der 25.000-Punkte-Marke
Charttechnisch bleibt der DAX an einer entscheidenden Wegmarke. Der Bereich um 25.000 Punkte fungiert weiterhin als zentraler Widerstand. Zwar gelang zuletzt ein kurzfristiger Ausbruch bis etwa 25.230 Punkte, dieser wurde jedoch rasch wieder abverkauft. Positiv ist, dass sich der Markt aktuell stabilisiert und kurzfristig - in den kleineren Zeiteinheiten ekennbar - trendig nach oben läuft.
Im Stundenchart wurde die vorherige Abwärtsdynamik zunächst neutralisiert, was Raum für einen erneuten Anlauf in Richtung 25.200 bis 25.230 Punkte eröffnet. Bis zu diesem Bereich existiert kurzfristig kein signifikanter Widerstand. Gleichzeitig bleibt die Lage fragil: Sollte der Markt nach unten drehen, rückt die Zone um 24.730 Punkte in den Fokus. Ein Bruch dieses Bereichs würde das Risiko einer Ausweitung der Korrektur bis in den Bereich um 24.200 Punkte deutlich erhöhen.
Ein konstruktives Signal liefert weiterhin der gleitende 50-Tage-Durchschnitt, der mehrfach erfolgreich verteidigt wurde. Dieses Verhalten spricht grundsätzlich für Stärke, auch wenn der Markt die Oberseite derzeit noch zögerlich spielt.
Bitcoin: Hoffnungsschimmer oder nur Korrektur?
Im Kryptomarkt mehren sich erneut spekulative Hoffnungen auf eine Trendwende. Bitcoin konnte zuletzt ein höheres Tief ausbilden, was grundsätzlich ein positives technisches Signal darstellt. Dennoch bleibt die übergeordnete Lage mit Bezug zu einem Trendwechsel kritisch. Sowohl auf Tages- als auch auf Wochenbasis befindet sich Bitcoin weiterhin in einem Abwärtstrend.
Der zentrale Widerstand liegt im Bereich um 72.300 US-Dollar. Erst ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde das Bild zugunsten der Käufer drehen. Solange dies nicht geschieht, bleibt jede Erholung korrektiver Natur. Auf der Unterseite ist insbesondere die Zone um 68.350 US-Dollar entscheidend. Ein Bruch dieses Bereichs würde Raum bis in den Bereich von 65.100 US-Dollar und darunter eröffnen.
US-Dollar, Yen und Franken: Schwäche dominiert
Der US-Dollar-Index zeigt trotz kurzfristiger Erholungen weiterhin einen intakten Abwärtstrend. Die jüngste Bewegung ist klar korrektiv einzuordnen. Solange keine nachhaltige Rückeroberung wichtiger Widerstände gelingt, bleibt die Dollar-Schwäche das dominierende Szenario.
Im USD/JPY bestätigt sich dieses Bild. Erholungen werden immer wieder verkauft, und unterhalb der Zone um 153,75 Yen bleibt die Unterseite klar bevorzugt. Ähnliche Strukturen zeigen sich im USD/CHF, wo der Markt ebenfalls in einem übergeordneten Abwärtstrend verharrt. Unterhalb von 0,7670 eröffnen sich weitere Abwärtsziele.
Tickmill’s tägliche Tradingideen – Live-Besprechung
Diese Themen standen heute in der Live-Besprechung um 8:30 Uhr auf der Agenda:
· 00:00 Heute auf der Agenda
· 01:36 Wichtige Nachrichten für die Handelswoche Dtl., EU, GB
· 05:32 DAX - Update und wichtige Marken für die Woche
· 10:00 Bitcoin - Endlich wieder Rally oder nächste Abwärtswelle
· 14:27 USD-Index im Chartcheck
· 16:11 USDJPY - Update und Chance für neues Short-Signal
· 18:32 USDCHF - Update und Chance für neues Short-Signal
· 22:36 Intel – Zuschauerfrage
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Sein Interesse an Wirtschaft und Geldanlagen begann in den frühen 1990-ern zu wachsen. Aus diesem Grund hat er seine Hochschulreife auf einem Wirtschaftsgymnasium erworben. Das dort erlangte Wirtschaftswissen und die Teilnahme an einem Börsenspiel, haben ihn endgültig für die Börse und die dort gebotenen Möglichkeiten Geld zu verdienen, infiziert.